AKAdemie

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Vor den Toren der AKAdemie

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Die Trennung von Form und Inhalt ist der Fluch der abendländischen Kultur, den es zu überwinden gilt.

Die AKA-Demie zeigt Denkweisen für einen adäquateren Zugang zu menschlichen Beziehungen auf. Ziel des Instituts soll es sein, den Inhalt der Vermittlung auf die Vermittlung des Inhalts anzuwenden, um bei externer Betrachtung ein Bespiel, wie die AKA-Demie mit menschlichen Beziehungen umgeht, zu erhalten. Praxis und Theorie sollen also versöhnt werden, um einen Beweis für die Durchführbarkeit der vertretenen Denkweisen zu erhalten. Uns geht es um das Potential menschlicher Beziehungsfähigkeit auf langfristiger Sicht. Hierbei stellt sich die Frage, welche Bedingungen grundsätzlich vorhanden sein müssen, um die zentralen Merkmale menschlicher Beziehungen zu ermöglichen, d.h. das Potential optimal freizulegen.

Dabei aber, um noch einmal auf den Aspekt der Versöhnung von Theorie und Praxis hinzuweisen, sind wir uns unserer Beobachterperspektive bewusst. Andererseits sind wir uns bewusst, dass auch wir essentiell Bestandteil menschlicher Beziehungen sind. Wir sind uns bewusst, dass auch wir Menschen sind. Wir sprechen und handeln als AKAdemiker, die neben unseren kulturellen, biologischen und wissenschaftlichen Prägungen auch eine individuelle Ontogenese durchlaufen haben, und die uns jetzt zu jenem Punkt bringt, diese Zeilen zu schreiben. Diese Zeilen sollen als Hinweis und Einladung gelten, mit uns in Kontakt zu treten, mit uns eine Beziehung herzustellen, um eine gemeinsame Entwicklung zu durchlaufen. Wir wollen Diskussionen führen, um unsere Strukturen gegenseitig zu beeinflussen und zu verändern. Wie die Theorie unseres „transsozialen Projekts“ ist diese Einleitung eine Einladung, diese Theorie als Praxis, als unsere Lebensweise zu verstehen, und in sie einzutreten.


Statement

Man kann sich dieser Thematik von mehreren Perspektiven nähern. Hier wird versucht, die Perspektive der wissenschaftlichen Ansätze einzunehmen, deren Terminologie zu verwenden und dort zu erweitern, wo Begriffe noch nicht vorhanden, oder mir noch unbekannt sind. Aus diesem Grund sei mir die stellenweise Verwendung vager oder auch mystisch anmutender Begriffe verziehen, die sich Schritt für Schritt konkretisieren sollen. Eine systematische Sicht ist an dieser Stelle noch nicht zu erwarten. Es geht hier vorwiegend um Sichtweisen, die im Studium oder in wissenschaftlichen Diskursen selten eingenommen werden. Sie sollen komplementär zum Studium wirken und mein Verständnis über menschliche Beziehungen erweitern. Menschliche Beziehungen sind für uns Menschen das um und auf. Sie bilden das notwendige Fundament jeder weiteren Handlung im Leben, falls es überhaupt Handlungen gibt, die mit menschlichen Beziehungen nichts zu tun haben. Bei jedem Gedanken, mit jeder Tat schwingt die Interdependenz zwischen Mir und meinem Gegenüber, zwischen Mir und dem Ding, das ich ansehe, oder zwischen mir und mir selbst mit. Manche würden den Begriff "menschliche Beziehung" vielleicht mit "Bewusstsein" gleichsetzen, doch für mich wäre das eine zu enge Fassung des Begriffs, da vor allem die soziale Dimension, die Gesellschaft, sowie die Beziehung zwischen Mir und meinem Gegenüber nicht den Stellenwert bekommt, der ihr im Ausdruck "menschliche Beziehung" mitgedacht wird.

Wie kann man glauben, sich mit den Dingen in der Welt vernünftig auseinandersetzen zu können, wenn man die dafür notwendige Bedingung, meine eigene Beziehungsfähigkeit, noch nicht einmal ansatzweise verstanden und ihre Möglichkeiten und Grenzen ausgelotet hat?

Skizze

Die AKA-Demie wird sich hinsichtlich ihres vorläufigen Ziels vor allem mit folgenden Gebieten der Wissenschaft auseinanderzusetzen haben:

  • Logik & Metaphysik (Kritik der zweiwertigen Logik von Günther, metaphysische Implikationen einer mehrwertigen Logik; George-Spencer-Brown)
  • Transzendentalphilosophie (von Kant bis Hegel und Schelling)
  • Philosophie des Geistes / Sprachphilosophie (von Ryle bis Searle)
  • Phänomenologie und Dialogphilosophie (von Brentano, Husserl über Scheler, Heidegger, Dilthey und M. Buber bis zu Derrida)
  • Kybernetik und Kybernetik 2. Ordnung (von Norbert Wiener bis Heinz von Foerster; das Konzept der zirkulären Kausalität)
  • Systemtheorie (von Prigogine bis Luhmann und Dirk Baecker)
  • Systemtherapie (R.D.Laing, von Bateson, Watzlawick bis M.Selvini Pallazzoli)
  • Quantentheorie und Theoretische Informatik (von Shannon, Turing bis Schrödinger und Einstein)
  • Entwicklungspsychologie (Piaget)


Andererseits werden vor allem eigene Konzepte entwickelt, die nur in einigen Aspekten mit den oben genannten Wissenschaftsgebieten verwandt sind.

In meinen künftigen Reflexionen werde ich versuchen, folgender Idee Rechnung zu tragen:
Die Vermittlung der Methode muss der Methode der Vermittlung entsprechen. Das bedeutet, dass die Art und Weise, wie die Theorie formuliert und mitgeteilt wird genau kompatibel zu dem sein soll, was den Sinn und den Inhalt der Theorie ausmacht. Dieser Grundsatz dürfte sich von dem prinzipiell nur gegenstandsorientierten Grundsatz der Wissenschaften, so wie sie sich mir darstellen, unterscheiden. Die Bedingungen der Möglichkeit, wie man zu neuen Erkenntnissen kommt, also die Erkenntnisart oder Erkenntnisform, sind in diesem Grundsatz mitgedacht, und bereichern die vagen und unreflektierten Erkenntniszugänge wie 'Experiment' oder 'Beobachtung', die nur auf die Erkenntnisgegenstände gerichtet sind. Man könnte deshalb jede Wissenschaft, die versucht, diesen Grundsatz zu beachten, Transzendentalwissenschaft nennen.

Weiters muss ich mir die Frage stellen, wie die Bemühungen, den obigen Grundsatz zu beachten, überprüft werden können. Gibt es Kriterien? Kann der Vollzug dieser Methode NACH-vollzogen oder MIT-vollzogen werden? Mit dieser Frage steht und fällt das System des Prinzips: die Form des Inhalts muss dem Inhalt der Form entsprechen. Ohne Antwort auf diese Frage bleibt dies ganze Projekt eine isolierte Phantasie, die es nicht vermag, eine Beziehung zu Anderen und Anderem herzustellen.

That which empowers reason is not necessarily itself reasonable or logical.“ Louis H. Kauffman

  • |Title:                        Metamorphic Ugah! (2004)
  • |Genre:                     Fantasy
  • |Plot: Save the Planet! Der Konflikt zwischen Menschen, Drachen und Nano-Robots.
  • |Credits:                   Grüße an meine gute Freundin GeLi.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 14. März 2010 um 21:19 Uhr